Step by step through Down Under

"A journey of a thousand miles begins with a single step."

27Februar
2014

Let's get it started! :)

Nachdem unsere Bratwurstproduktion irgendwann abgeschlossen war, brauchten wir nun ein neues Projekt. Lange hat Mark überlegt, ob er es wagen soll oder doch lieber nicht. Es scheint immer noch eine kleine Pokerpartie mit dem Regen zu sein. Aber letztendlich haben wir es heute doch gestartet: Wir pflanzen Hafer. :) Das hieß für mich in den letzten Tagen, dass ich lernen musste den Trecker zu fahren. Ist zwar nicht sonderlich kompliziert, aber dennoch etwas neues und ziemlich ungewohnt.

Nunja ich komme jetzt ganz gut damit zurrecht und geputzt habe ich ihn auch, das macht das stunden lange darin herumsitzen dann auch noch angenehmer. Nach all den Vorbereitungen von Dünnger und Saat kaufen, über Felder auswählen und Equipment vorbereiten, hieß es dann heute in aller Frühe "Go!".

Bevor wir aber sähen konnten, mussten wir die Felder ersteinmal aussprühen, um all das Gras darin abzutöten. Das hieß dann für mich zunächst einmal mit dem Trecker im Kreis herumfahren und dabei das GPS nicht ganz aus den Augen zu verlieren, während Mark mit dem Ute auf der anderen Seite das gleiche Tat. Als das erste Feld dann schließlich fertig war, haben wir getauscht und ich bin mit dem Ute im zweiten Feld immer noch im Kreis gefahren, während Mark angefangen hat im ersten Feld zu sähen.

Letztendlich glaube ich, dass ich keinen so schlechten Job gemacht habe, mein GPS war aufjedenfall im anschluss ziemlich Gelb - und so soll es auch sein. :) Vermutlich gehts noch ein wenig besser, aber für das erste Mal, dass ich das gemacht habe, war es ganz okay glaube ich.

4 Tage hat es gedauert, bis alles gesprüht war, denn mal konnte ich nicht sprühen, weil es zu windig war, oder weil ich Lincoln vom Bus abholen musste. Außerdem konnte ich nicht Nachts sprühen und musste am Morgen warten, bis der Tau verdunstet war. Während ich also nichts tat, saß Mark auf dem Trecker. Ich habe ihm dann beim Auffüllen der Sähmaschine geholfen und ihm Lunch gebracht. Am Dienstag habe ihm ihm dann auch noch Abendbrot gebracht, weil Mark die Nacht sähen wollte. Bis halb 3 hat er glaube ich gemacht. Eigentlich hätte das nicht sein müssen, aber weil wir Tagsüber nach Glen Innes gefahren sind um uns einen Bulldozer anzuschauen (Mark spielt mit dem Gedanken ihn zu kaufen), ist unser Zeitplan etwas durcheinander geraten.

Wie dem auch sei, das Wochenende haben wir frei. Nachdem wir morgen noch einmal Schwangerschaftstests haben, geht es mit ein paar Leuten aus der Jeogla-Crew nach Urunga an die Küste, um das Wochenende zu genießen.

17Februar
2014

Italians, Sausages & some Rubbish

Gestern Nacht sind neue Backpacker angekommen: Zwei Italiener, welche auch noch beide Giovanni heißen. Typischer geht's doch gar nicht. Naja, wie dem auch sei, die beiden sind in eines der Cottages eingezogen und bleiben so um die 2 - 3 Wochen.

Heute Morgen gings aber erstmal mit Mark auf einen "Block run". Wir haben ein paar Protein-Lecksteine (oder wie man die Dinger in deutsch nennen mag) für die Kühe verteilt. Da ich die Landschaft hier einfach liebe, ist das immer wieder eine schöne Sache: Mit dem Land Cruiser durch die Felder düsen, die Landschaft genießen, lachen und hier und dort mal einen Block abwerfen. :)

Nebenbei haben wir noch ein paar Dämme kontrolliert um die gegenwärtige Wassersituation zu begutachten und ich kann euch sagen, es sieht immer noch nicht rosig aus.

Anschließend ging es - zusammen mit den Italienern - wieder an die Bratwurstprodutkion. Dieses Mal noch ein wenig besser vorbereitet und mit neuen Erkenntnissen aus dem letzten Versuch. Den Darm haben wir dieses mal nicht zu geknotet und wir haben eine Menge Wasser auf der Arbeitsoberfläche verteilt. Außerdem sind Fleischwolf und alle anderen Sachen zuvor mit in den Kühlraum gewandert, um alles eiskalt zu halten.

Und siehe da, es klappte dieses Mal noch besser als beim letzten Mal. Wir werden immer besser! Juhu. Allerdings haben wir es auch heute nicht geschafft, das Rind zu verarbeiten. Wir müssen also nocheinmal ran. Aber wir werden das ganze schon schaffen. :)

Am Abend habe ich dann noch ein wenig Papiermüll verbrannt, die Hunde gefüttert und anschließend gabs wieder Bratwürste zum Abendbrot (Die gibts jetzt vermutlich solange, bis wir sie nicht mehr sehen können... :D).

14Februar
2014

Unsere ersten eigenen Bratwürste. Juhuuu!

Wochenlang haben wir davon gesprochen und darauf hin vorbereitet: Equipment wurde gekauft, Sticker vorbereitet, Lämmer geschlachtet...Heute war es soweit. Unsere Bratwurstproduktion konnte starten. Juhu! :)

Doch zuvor mussten noch ein paar andere Sachen geschehen. Die Kälber in den Yards mussten gefüttert werden und einige der jungen Stiere waren noch nicht kastriert und brauchten Ear Tags. Das ganze dauerte ansich nicht lange, musste aber geregelt werden.

Wir haben also die Stiere durch die Schleuse geschickt und einem nach dem anderen ein Stück aus dem Ohr keknippst, eine Ear Tag rein geklippst und anschließend ein Gummiring um die Hoden gezogen. Die armen. :D Sicher nicht angenehm. Aber wir wollen sie ja zur Fleischproduktion und nicht zum züchten.

Nunja. Halten wir diese Geschichte kurz. Das wesentliche heute waren schließlich unsere ersten eigenen Bratwürste. Und die Lämmer warteten bereits im Kühlraum auf uns.

Zunächst einmal mussten aber erstmal alle anderen Teile des Lamms - welche nicht in die Bratwurst sollten - herausgeschnitten und gesägt werden; z.B. die Koteletts. Ansonsten würden wir mit Bergen von Fleisch enden. Und da wir die Kühlkette so wenig wie möglich unterbrechen wollten, ging alles gleich wieder in den Kühlraum und wir hatten das vorher (ein anderes Lamm + das Rind) direkt neben dem nacher (das fertig abgepackte Fleisch). Thehe.

Als also alles, was wir gerne so essen würden verarbeitet war und das restliche in einem Eimer im Kühlraum stand, war es an der Zeit unseren neuen Fleischwolf vorzubereiten. Woho. Und da wurde dann das restliche Fleisch durchgedreht. Anschließend ging dann alles zusammen mit Gewürzen etc. in einen Eimer zurück und wurde gründlich durchgemixt.

Nun ging es ans eingemachte. Die Fleischpampe musste schließlich in den Darm, damit wir das ganze als Bratwurst bezeichnen konnten. Wir haben den Darm also an einem Ende zu geknotet (leider haben wir erst später herausgefunden, dass man ihn einfach offen lässt....Aber aus Fehlern lernt man...:D), und angefangen die Fleischmasse in den Darm zu spritzen. Nach anfänglichen Fehlschlägen - wir haben den Darm einige male platzen lassen oder hatten zu viel Luft darin - haben wir es aber dennoch geschafft. Eine riesige Bratwurstschnecke lag vor uns auf dem Tisch und wir waren stolz wie Oskar. :)

Nun musste diese Schnecke noch in kleine Würstchen gedreht werdern und anschließend verpackt werden. Siehe da: Wir können wirklich unsere eigenen Bratwürste herstellen. :) Einen Dank hier an Onkel Dirk, der uns ein paar hilfreiche Tipps gegeben hat. :)

Da es mitlerweile aber schon 22 Uhr war und wir noch kein Dinner gegessen hatten und nichts, haben wir uns entschlossen an dieser Stelle zu stoppen und das Rind an einem anderen Tag zu verarbeiten. Es ging also nach Hause um zum Abendbrot unsere Bratwürste zu probieren - Jammi! Die sind echt lecker geworden! - und anschließend sind Mark und ich wieder zurück um das von uns errichtete Chaos zu beseitigen.

Um 12 Uhr lag ich dann endlich im Bett und bin auch sofort eingeschlafen. Was ein langer Tag. :)

13Februar
2014

Weaning again & ein paar Schwangerschaftsteste

Nachdem alle Kühe auf Inverinate (Ein Teil der Farm) in den letzten Tagen von ihren Kälbern getrennt wurden, kam heute der Mopp in Fairview (der andere Teil der Farm) dran.

Das ganze fand ein wenig unter Zeitdruck statt, denn wir mussten sie bis Mittag in den Yards haben, weil jemand zum Preg-Testen (quasi der Schwangerschaftstest für Kühe :D) kam.

Wir also wieder in aller Frühe aufgebrochen und uns in die hintersten Hügel des Geländes aufgemacht. Und dort wird es ganzschön uneben und schwierig zu fahren. Naja, Mark und ich haben uns also getrennt - er nahm den Weg über den Bergkamm, um alles an Cattle einzusammeln, was sich dort herumtrieb, und ich habe den Weg am Fuße des Berges entlang genommen, um alles zu finden, was sich im Creek versteckte.
Bei meinem Glück fand ich natürlich das größte Loch dort im Boden und hab es bei meinem Glück erst gesehen, als ich genau drin steckte. Das Quad lag schließlich halb auf der Seite und ich steckte fest. Yippei. Gut das wir Radios dabei hatten.

Ronnie: "Mark, got a copy?"

Mark: "Yep."

R.: "I got stuck."

M.: " Okay give me 5 min"

Ein paar Minuten später:

M.: "Wow! You're proper stuck! Lucky you didn't hurt yourself."

Mark dachte, ich würde einfach nur auf einem Stein oder sowas feststecken. Chrm. Dem war leider nicht so. :D Es hat uns schließlich fast 15 Minuten gekostet mein Bike da wieder raus zu ziehen und es hat auch nur funktioniert, weil eins der Quads eine Seilwinde hat. :D Als das geschafft war, gings dann im Eiltempo zurück zu den Kühen um sie in die Yards in Fairview zu treiben. Und zum ersten Mal durfte ich mit in den Roundyard. WoW. Marks einleitende Worte: "You wanted the most dangerous place in Australia? This is it!" (dt. "Du wolltest den gefährlichsten Ort in Australien? Das ist er!").

Auf engstem Raum mit Kühen, die dir das Bein brechen, wenn sie dich richtig treten und das so ein Tritt schmerzhaft werden kann, durfte ich auch so schon erfahren. Bereits ein Kalb-Tritt lässt dich zusammenzucken und für ein paar Minuten humpeln. Da möchte ich bestimmt nicht von so einer 600kg Kuh getreten werden.

Mit äußerster Vorsicht und hoffentlich flinken Füßen habe ich also nervös das Gatter hinter mit geschlossen und mit einem Plastikstock bewaffnet versucht Mark die richtigen Kühe zu schicken, welcher sie aus dem Roundyard heraus in verschiedene Boxen schickte. Und wenn ich mich zuvor ein wenig über Marks fluchen gewundert habe und nicht so recht verstand, was diese Kühe ihm getan haben - jetzt kann ich es genau nachvollziehen. Diese störrischen Biester können einen schon frustrieren und dann ist "Fuckin' bobble-head" (dt. "Verdammter Wackelkopf") die netteste Bezeichnung die einem dabei durch den Kopf geht.

Letztendlich haben wir es dann aber geschafft und ich weiß, dass ich definitiv noch eine Menge Übung darin brauche.

Wir waren genau in der Zeit, denn als wir fertig waren, kam auch schon Bill - er macht den Schwangerschaftstest an den Kühen. Und das ganze ziemlich modern. Er brauchte nicht seinen Arm in die Kuh stecken, sondern hatte ein Ultraschallgerät dabei. Das macht das ganze dann vermutlich doch etwas erträglicher.

Letztendlich sind wir mit einem guten Resultat aus dem ganzen herausgegangen und haben die Mehrheit der Kühe positiv getestet. Alle nicht schwangeren gehen vermutlich in den nächsten Wochen in den Sale und der Rest wird irgendwann hoffentlich ein Kalb haben.

Anschließend hab ich noch Lincoln vom Bus abgeholt, die Hunde und Kälber gefüttert und bin schließlich mit Lincoln in den Pool gesprungen.

Das ganze kann man wohl einen ziemlich gelungenen Tag nennen. :)

11Februar
2014

Weaning Cattle - A bit cruel but necessary

Gestern und heute haben wir die Mama Kühe von ihren Kälbern getrennt - das ganze durch die Dürre ein wenig zu früh. Aber hätten wir das ganze nicht gemacht, wären beide wohl nicht duch den Winter gekommen. Es ist einfach zu wenig Futter in den Feldern und würde man Mama und Kalb zusammen lassen, würden das Kalb zu viel Milch von der Mutter nehmen.

Gestern haben wir also alle Kühe und Kälber zussamen- und in die Yards getrieben, um anschließend die Armen zu trennen. Das ganze fand mit ganz viel Lärm (die Mama will ihr Kalb halt ungerne abgeben) und Staub (man ist der Boden hier ausgetrocknet) statt. Wenn man in Deutschland sagt, trag lieber eine Maske wenn du das und das tust, lacht man hier nur und denkt sich "Ja ne, verbring mal einen Tag in den Yards, dann weißt du, was viel Staub ist". Wobei man eigentlich nicht wirklich von Staub sprechen kann. Das ganze ist eher getrocknete Kuhscheiße. :D Man braucht dannach aufjedenfall kein Frühstück mehr und noch Tage dannach hat man den Dreck in der Nase (was man beim Naseputzen sehr schön sieht. Igitt. :D)

Wie dem auch sei, nach dem ganzen Dreck hatten Mark und ich uns aufjedenfall ein Bad im Pool richtig verdient und das wars dann auch für heute.

Die Kälber waren immer noch in den Yards und die Mama-Kühe standen um sie herum und sind am Muhen.

Heute wurden diese quasi ans andere Ende der Farm getrieben um sie endgültig zu trennen. Aber fangen wir am Anfang des heutigen Tages an.

Um 5 Uhr in der Früh klingelte der Wecker und nachdem schnell ein Kaffee getrunken war, hatten wir um 5:30 die Hunde auf den Quads und waren auf dem Weg die Schafe zusammenzutreiben. Diese mussten mit Ear-Tags versehen werden, da sie in den Sale gehen. Um 6:45 war also der erste Mopp Schafe in den Yards und Jeff (ein Nachbar) und ich haben angefangen sie zu sortieren - nach Alter. Für mich sehen die zwar alle gleich aus, aber man unterscheidet sie anhand der Zähne. Die Lämmer haben quasi Milchzähne, anschließend unterscheidet man anhand der Schneidezähne. Je nach Alter gabs dann mit Sprühfarbe einen Strich auf dem Schaf. Wie dem auch sei, kam Mark dann mit dem nächsten Mopp Schafe in die Yards und gegen 8:40 waren ca. 500 Schafe fertig markiert, mit Ear Tags versehen (wo sie noch nicht da waren) und die, die verkauft werden sollen, verladebereit.

Anschließend ging es dann schnell nach Hause um ein paar mehr Hunde zu schnappen und dann gings ans eingemachte. Die Mama Kühe müssen jetzt so weit wie möglich von den Kälbern weg getrieben werden und das stellt sich als ein kleines Abenteuer heraus. Zusammen mit 5 Hunden und Mark und mir auf den Quads haben diese störrischen Biester immer noch versucht in die entgegengesetzte Richtung (zurück zu ihren Kälbern) zu laufen. Letztendlich haben wir es geschafft und sie waren knapp 4km von den Yards entfernt in einem Paddock. Jetzt nurnoch das Gate schließen und hoffen, dass sie drin bleiben.

Anschließend zurück zu den Yards gedüst und die Kälber gefüttert. Die bleiben dort jetzt enine Woche in den Yards und anschließend sollten sie nicht mehr nach ihren Müttern suchen sollen. Es klingt ja schon ein wenig gemein, aber es muss halt sein, um beide - Mutter und Kind - zu schützen.

09Februar
2014

Let's kill something..

Tja heute gabs eine menge Tod zu beklagen (oder doch eher zu befreuen). Ein Schlachter kam vorbei um 12 Lämmer zu kaufen / schlachten. Da haben wir ihn doch gleich mal gebeten auch 2 für uns zu machen + einen Stier. Wir wollen ja schließlich bald Bratwürste selbst herstellen und das Fleisch muss ja noch ein weilchen hängen.

Zunächst einmal sind Mark und ich mit den Quads losgedüst um die Lämmer einzusammeln und zu den Yards zu treiben. Dort haben wir dann diejenigen ausgesucht, die heute in den Schafhimmel eingehen werden...Um sie anschließend zum Shearing Shed zu bringen.

Das ist schon erstaunlich, wie schnell das ganze geht. Eine Stunde um und bei 5 Lämmern war der Hals aufgeschnitten, die Haut abgezogen und die Eingeweide herausgenommen....Ab in den Kühlraum damit und gut ist.

Tip - eine der Hündinen, fand es ganz besonders toll unter dem Shearing Shed herumzulaufen und eine Dusche im heruntertropfenden Blut zu nehmen...so wurde dann ein eigentlich weiß-brauner Hund zu einem roten...Naja, wenn sie meint... :D Sie hat es aber auch geschafft, sich alleine wieder sauber zu bekommen. Guter Hund! :)

Der Stier für uns war dann doch eine andere Nummer. Der musste erstmal erschossen werden. Ein schöner, sauberer Schuss in den Kopf und dann das Ungetüm an der Gabel vom Traktor aufhängen ums ausbluten zu lassen. Das sah schon sehr skuril aus. Letztendlich kam dann die Kettensäge zum einsatz um es zu halbieren. Als auch dass erledigt war und die Hälften irgendwie in den Kühlraum gebracht waren, gings nach Hause, um den ganzen Kram zu bestellen, den wir fürs Bratwurst machen brauchen.

Einen super duper Fleischwolf, einen Mixxer, einen Füller, ... Letztendlich noch ein paar Gewürzmischungen und Därme und alles war zusammengesucht. Bestellung abgeschickt und jetzt heißt es auf die Lieferung warten. Wenn alles gut geht, kommt der Kram Freitag an und wir können am Wochenende in die Bratwurstproduktion einsteigen.

04Februar
2014

Warum will es nur nicht regnen?

Da wir immer noch keinen Regen bekommen haben und unser Haus mit Regenwasser versorgt wird, ist der Wasserstand im Tank (100.000l Tank) ziemlich niedrig. Um Wasser zu sparen haben wir die letzten Tage auf das Wäschewaschen verzichtet und das Duschen auf ein Minimum an Dauer reduziert. Wasser sparen wo's nur geht.

Naja, da die Aussichten auf Regen aber momentan nicht grade gut aussehen, habe ich heute einen Waschtag veranstaltet. Die ganze Wäsche hab ich also zu einem der Cottages gebracht (die haben jeweils eigene Wassertanks) und dort dann 5 Maschinen Wäsche gewaschen.

Das ist schon komisch, wenn man weiß, das Wasser im Tank zuhause reicht vielleicht noch für 2 oder maximal 3 Wochen. Mark hat schon eine Wasserlieferung bestellt, aber bis die kommt...
Und uns geht es hier noch relativ gut. Es gibt Regionen, da reicht der Wasservorrat einer ganzen Stadt nurnoch für knapp 3 Wochen. Stellt euch das mal vor - eine ganze Stadt, ohne Wasser. Lasst uns also hoffen, dass es bald regnet!

Nunja, am Abend haben wir dann beschlossen, auch nicht mehr im Haus zu duschen, sondern in einem der Cottages. Das machen wir jetzt solange, bis die Wasserlieferung ankommt....Oder es endlich mal wieder wie aus Eimern regnet. Das wäre was...

03Februar
2014

A Fencing Job in Town

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen des "Fencing" (sprich Zäune aufstellen). Ein Freund von Mark hat ihm den Job gegeben und dafür ging es dann am Samstag Morgen an den Stadtrand von Armidale.

Armidale Council will einen Zaun um 10m nach innen versetzt haben - warum, versteht keiner so genau. Wir haben also auf dem 200m langen Stück ersteinmal neue Pfosten eingeschlagen. Das klingt einfacher als es ist. Man braucht ziemlich gutes Augenmaß, ein strapazierfähiges Gehör und eine menge Geduld.

Da Curly (ein Frund, der auf einer anderen Farm arbeitet) mit uns gekommen ist, hat er das Augenmaß übernommen. Ich habe auf seine Handzeichen hin die Pfeiler millimeterweise an die richtige Stelle gerückt und Mark hat sie anschließend mit Pressluft in den Boden eingeschlagen. Als wir das schließlich auf den ganzen 200m gemacht hatten (mitsammt den stabileren Pfosten, an denen Später die Gatter eingehängt werden), mussten durch die Posts die Drähte gezogen werden, an denen der Zaun befestigt wird. Jeweils einer ganz unten, einer in der Mitte und schließlich einer oben (wer hätte das gedacht? :D). Dannach gabs dann erstmal ein leckeres Frühstück. Oder zumindest ein Sandwich und ein bisschen Obst. Nach der kurzen Pause wurde das ganze dann auf Spannung gebracht. Mit den richtigen Werkzeugen ein Kinderspiel, aber da ich mit diesem Super-Duper-Draht nicht so viel Erfahrung habe, musste Mark das dann doch übernehmen. In der Theorie weiß ich wie es funktioniert, nur meine Kraft reicht dann doch nicht aus, um den Draht eng genug zu wickeln..:(

Anschließend ging es dann ans eingemachte. Der Maschendraht musste an den Pfosten bzw den Drähten festgeklipst werden. Zunächst einmal wurde er mit kurzen Drahtstücken an den Pfosten befestigt und anschließend gings mit der "Pistole" dran lang. Ich weiß nicht genau wie man die im deutschen nennen mag, aber mit Druckluft schießt die wie ein Tacker kleine Drahtstückchen aus und dreht sie zu kleinen Ringen um Draht und Maschendraht zu verbinden.

Die Hälfte des Zauns haben wir damit am Samstag geschafft. Dann mussten wir uns aber auf den Heimweg begeben, weil noch ein paar kleinere Jobs zuhause auf uns warteten.

Am Samstag Abend habe ich dann seit langem mal wieder mit der Family telefoniert. Das tat gut, die Stimmen mal wieder zu hören. Auch wenn man bei WhatsApp im Kontakt bleibt, ist es nicht das gleiche, wie ein Telefonat. :) Vermisse euch, meine Lieben.

Am Sonntag ging es dann wieder zurück um den Fencing-Job weiter zu bringen. Das letzte Stück Maschendraht wurde angebracht und anschließend der miese Teil - Stacheldraht anbringen. Der wurde auf die Pfosten drauf gelegt und mit kleinen Haken daran befestigt. Und selbst mit Handschuhen ist der Stacheldraht kein wirklicher Spaß. Er piekst, zerschneidet dir die Arme und verhakt sich dauernd in der Jeans. Naja, letztendlich war der Draht befestigt und unsere Arbeit hier fürs erste getan.

Wir kommen nochmal an einem anderen Wochenende wieder, um den alten Zaun herauszureißen und die Gatter einzusetzen.

Zuhause angekommen, war dann erstmal ein wenig Planung angesagt. Der Hochzeitstag von Naomi und Mark war am Dritten und wir sind davon ausgegangen, dass der 3. Februar Morgen ist. Hach wie falsch wir doch lagen. Nachdem wir eine schöne Überraschung für Naomi geplant hatten, viel uns auf "Shit! The 3rd is today!". Okay was nun? Trish (eine Nachbarin angerufen die wunderbare Blumen im Garten hat), ob wir ein paar Blumen bei ihr klauen dürften, ein paar Luftballons aufgeblasen und und und. Ein Glück, dass Naomi mindestens eine Stunde braucht, bis sie von der arbeit zuhause ist. Wir hatten also ein kleines Zeitfenster. Es hat zum Glück alles geklappt und während Mark die Blumen besorgen war, habe ich noch ein paar Snacks vorbereitet und was zum anstoßen gesucht. Zum Glück hatten wir noch Champagner von Silvester im Kühlschrank. :D

28Januar
2014

Back to School...

Die Sommerferien neigen sich hier dem Ende zu und das heißt, genau wie bei uns, Schulkrams besorgen.

Lincoln und ich sind also heute zusammen in die Stadt gedüst, um Stifte, Lineale, Hefte etc. zu besorgen. Das ist vielleicht ein Drama. Ich hab das ganze ja schon nicht gemocht, als ich das für mich besorgen musste (oder mit Mama durch die Geschäfte gezogen bin, um den ganzen Kram zu finden), aber mit einem Jungen durch die Geschäfte zu hetzen, der sich nicht dran erinnern kann, ob sie im letzten Jahr A4 oder A5 Häfte hatten und ob sie einen Rand in den Häfte brauchen oder nicht und und und...das ist ein Spaß. Ein Glück gabs genug andere Eltern, die auf der Jagt nach Schulutensilien waren, und wussten was man für TAS (The Armidale School - Lincolns Schule) braucht.

Wir also von einem Laden in den nächsten um alles zu finden und ich kurz vorm verzweifeln, weil Naomis Liste mir nicht gesagt hat ob ich Fineliner in der Stärke 0.5 oder 0.6 oder oder oder brauche. Naja wir haben es schließlich geschafft alles zu finden und weil Lincoln immer ungeduldiger wurde, gabs erstmal ein Eis.

Anschließend ging es Schuhe kaufen. Lincoln braucht neue für seine Uniform. Schwarz und mit Schnürsenkeln. Kein Klettverschluss. Egal wie lange Lincoln bettelt welche mit Klett zu bekommen. Das war die Anweisung. Gut, rein in den Schuhladen, Verkäuferin zur Hilfe gerufen und das ganze dann schnell über die Bühne gebracht. 2 paar Schuhe gekauft und raus aus dem Laden.

Nächster Stop Friseur. Linc braucht einen neuen Haarschnitt. Ihn also auf den Stuhl beordert und die Friseurin machen lassen. Ich hab ja keinen Schimmer was er gewöhnlich bekommt. Das ganze sah im Anschluss aber ziemlich gut aus - finde ich zumindest. Abwarten was die Eltern sagen. :D

Das ganze hat mich aber daran erinnert, dass ich wohl auch bald mal zum Friseur muss. Ich werde immer Blonder und meine Spitzen immer trockener. Mit dem Blond kann ich leben, aber die Spitzen müssen ab. Irgendwann mal schauen ob ich nen Friseurtermin mache, oder einfach selbst die Schere ansetze. Vermutlich letzteres.

Als dann alle Einkäufe erledigt waren und wir geschafft wieder im Auto saßen, ging es nach Hause. Uff, das war ein anstrengender Tag.

Zuhause hab ich mich dann nurnoch aufs Sofa fallen lassen und zusammen mit Mark einen der wohl bescheuertsten Filme aller Zeiten geschaut - "Only God can judge us". Ob er nun so schlecht war, weil die Hälfte des Films in Chinesisch war und wir keinen Untertitel hatte (die andere Hälfte des Films wurde quasi nicht gesprochen) oder weil er einfach keine wirkliche Handlung hatte, weiß ich nicht. Mark und ich haben uns aber vor lachen gekugelt. Über die schlechtesten Filme, kann man halt am meisten Lachen. :D

26Januar
2014

Happy Australia Day

Happy Australia Day! Oder auch "Invasion Day" (dt. Tag der Invasion) wie der Tag von vielen indigenen Australiern genannt wird. Der Grund dafür, dürfte auf der Hand liegen. Jedes Jahr protestieren Aboriginals am Australia Day um ein Bewusstsein für ihre Anwesenheit , ihre Bedürfnisse und ihren Wunsch - dass es Kommunikation , Versöhnung und Zusammenarbeit über die Landrechtsfragen geben soll - zu schaffen.

Nichtsdestotrotz haben wir heute, wie die meisten Australier, uns zu einem BBQ bei Freunden versammelt, gelacht, getratscht und ein paar Bierchen geknackt. Passend dazu habe ich es mir auch nicht nehmen lassen können, mir die Australien-Fingernägel von Woolworth zu kaufen. Ein kleiner Spaß muss schließlich sein.

Um die 40 Leute waren wohl heute bei diesem BBQ und es war toll mal wieder andere Menschen zu treffen (auch wenn ich all unsere Nachbarn hier liebe und die Jeogla Crew (die wir regelmäßig besuchen) wirklich ins Herz geschlossen habe). Am meisten habe ich mich mit einem älteren Ehepaar unterhalten, welches sehr interessiert an dieser ganzen Backpackergeschichte war. Und immer und immer wieder durfte ich mir von allen neuen Leuten anhören, wie mutig das doch ist, ganz alleine ans andere Ende der Welt zu fliegen und das mein Englisch ja doch sehr gut ist (ich würde es jetzt nicht unbedingt als "exelent" bezeichnen, wie die meisten hier...aber naja...).

Hauptbestandteil dieses BBQs war ein Lamm am Spieß, über dem BBQ gegrillt. Das war vielleicht lecker sag ich euch. Überhaupt, Lamm scheint hier gängiger zu sein als Schwein. So viel Lamm wie hier hab ich noch nirgends gegessen (nicht das ich es vorher je gegessen hätte..:D).

Später habe ich noch mit Lincoln verstecken gespielt, als der sich gelangweilt hat und als es dann doch ziemlich kühl wurde, haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht - wie der Großteil der anderen Partygäste auch.

Zuhause angekommen hat Naomi Marku und mich dann noch gebeten ihren Lebenslauf nach Fehlern durchzusehen. Sie bewirbt sich im Moment auf einen neuen Job und ihr Lebenslauf hat es echt in sich. 11 Seiten durchzuackern und das immer und immer wieder macht einen irgendwann Blind für Fehler. :D Aber letztendlich haben wir es geschafft und Morgen geht die Bewerbung in die Post. Drückt die Daumen. ;)

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